Uddrag fra Staats-und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten 28 Februar 1772. Num. 34

Die Herzhaftigkeit und die Macht der Conföderirten haben sie nicht zu Meistern von dem Schlosse bey Crakau gemacht, sondern die wenige Achtsamkeit der hier in Besatzung liegenden Russen. Einige nicht so gar gefährlich geschienene Oerter unbesetzet zu lassen, hat Gelegenheit gegeben, daß sie solches in ihre Hände bekommen haben. Auf dem Schlosse ist ein Kanal, durch welchen das Wasser aus allen Rinnstöcken ablauft, Dieser ist so breit, als die bedeckten Wege zu Ausfällen zu feyn pflegen. Daß diesen die Russen mit keiner Schildwache versehen, haben die Conföderirten in Tynieck durch Spions erfahren, und besonders sollen ihnen einige Geistliche davon Nachricht gegeben haben. In der Mitternacht von dem Sonnabend auf den Sonntag, als den 2ten Februar, versuchten sie, ob es möglich wäre, durch diesen Kanal zu kommen, welcher gegen Prowarno zu geht. Die auf dem Schlosse gefangen gelegenen Conföderirten waren von allem diesem unterrichtet, und erwarteten schon die den Versuch wagenden Leute, welcher ihnen auch gelungen ist. Ein gewisser Rogalinsky und Ureysky, nebst noch verschiedenen angesehenen Arrestanten, suchten den wachthabenden Officier durch vieles Nöthigen zum Trinken zu berauschen. Als sie ihren Endzweck erreichet, drungen sogleich die Conföderirten durch den Kanal in das Schloß, ermordeten die ausgesetzten Schildwachen, ohne einen Schuß zu thun, und zwangen die übrigen, sich zu ergeben, wovon verschiedene, welche sich widersetzten.