W.E. Christiani Uddrag fra Das Andenken verdienstvoller Prinzen, welche die dänische Geschichte in merkwürdigen Beyspielen aufstellt, in einer Rede am ellften October als an dem hohen Geburtsfeste Sr. Königlichen Hoheit des Erbprinzen Friederichs etc etc : in dem grössern academischen Hörsaal in der Versammlung der hiesigen litterarischen Societät erneuert von W.E. Christiani

Die dänische Frone wurde nach dem Tode Erichs des Guten, nicht gedachten seinem minderjährigen Prinzen, sondern seinem Bruder Nicolaus zu Theil. König Nicolaus gab an seinem Hofe, zugleich mit seinem Prinzen Magnus, dem Prinzen Knut, seines Bruders nachgelassenem Sohne, eine Erziehung, die der Abkunft und Bestimmung desselben gemäß war. Die Talente und Verdienste dieses jungen Herrn erregten bey seinem Vetter Magnus eine Eifersucht, die jenen verborgene Nachstellungen fürchten ließ. Knut verließ also den Hof des Königs seines Oheims, und begab sich zu dem Herzog Lothar in Sachsen, der nachmahls Kaiser wurde. Bey seinem Aufenthalt daselbst machte er sich durch Waffenübungen und Erwerbung nützlicher Kenntnisse der vorzüglichen Ehre würdig, die er daselbst genoß.