W.E. Christiani Uddrag fra Das Andenken verdienstvoller Prinzen, welche die dänische Geschichte in merkwürdigen Beyspielen aufstellt, in einer Rede am ellften October als an dem hohen Geburtsfeste Sr. Königlichen Hoheit des Erbprinzen Friederichs etc etc : in dem grössern academischen Hörsaal in der Versammlung der hiesigen litterarischen Societät erneuert von W.E. Christiani

Hainen der Druiden eine bejahrte Eiche, in einer Menge von Zweigen und Sprößlingen weit ausbreitete. Zn diesem Zeitalter bestieg nach dem Tode Olufs, dem die Theurung, die unter seiner Regierung das Reich drückte, den Beynahmen Hunger gab, dessen Bruder Erich der Gute den Thron. Der Segen und der Ueberfluß kamen mit ihm. Er war nicht allein siegreich, sondern machte auch sein Reich von den Hamburgischen Erzbischöfen unabhängig, deren Vermessenheit so oft den Königen und ihren Untcrthanen beschwerlich gewesen war. Er zerbrach diese entehrenden Fessel, indem er die Errichtung des Erzstifts Lunden bewirkte. Aber er herrschte nicht lange. Ein Mord, den er, es sey, wie Saxo sagt, in einer Raserey, worin ihn die Kunst eines geschickten Saitenspielers setzte, oder wie Voßius (3) und nach ihm neuere dänische Schriftsteller richtiger zu behaupten scheinen, in der Trunkenheit begangen hatte, trieb, seine Sünde zu büssen, ihn an, eine Reise nach dem heiligen Lande zu thun, auf welcher er in Cypern sein Grab fand. Von seiner Gemahlin Botilde, die, nach dem Urtheil eines gelehrten Kenners der Geschichte, (4) eine Enkelin des berühmten Gottschalks, Fürsten der Wenden, und Beherrschers unsers Wagriens ge-