W.E. Christiani Uddrag fra Das Andenken verdienstvoller Prinzen, welche die dänische Geschichte in merkwürdigen Beyspielen aufstellt, in einer Rede am ellften October als an dem hohen Geburtsfeste Sr. Königlichen Hoheit des Erbprinzen Friederichs etc etc : in dem grössern academischen Hörsaal in der Versammlung der hiesigen litterarischen Societät erneuert von W.E. Christiani

gewissers als dieses. Überhaupt hat man in später» Zeiten, nachdem die Hitze des Partheyeifers abgekühlet worden, angefangen, dem Character dieses unglücklichen Herrn mehr Gerechtigkeit wiederfahren zu lassen. Nicht als ob man die Gewaltthatigfeiten billigte, die ihn vom Throne zur Flucht, und von der Flucht zum Kerker brachten. Sondern weil man bemerket hat, daß gewisse Fehler der wohlgemeintesten Erziehung und zum Theil ein besonderer Zusammenfluß von mancherley Umständen des Zeitalters, der Denkungsart und der Sitten, diejenige Mischung der guten und bösen Eigenschaften verursacht haben, die nach: mahls so schlimme Folgen für das Land und für den König hatten. Daher ist es das Amt der unpartheyischen Geschichte, zu gestehen, daß mitten unter allen den Jugendfehlern, die ihm eigen waren, Christian, als Prinz, unter der Regierung seines Vaters, sich um das Reich verdient gemacht habe. Er war in seinem 21 Jahre, als er einen Schritt that, der die Welt aufmerksam machte. Sein königlicher Vater befand sich in großer Verlegenheit, als, nach der Niederlage in Dithmarschen und nach dem Ab-