W.E. Christiani Uddrag fra Das Andenken verdienstvoller Prinzen, welche die dänische Geschichte in merkwürdigen Beyspielen aufstellt, in einer Rede am ellften October als an dem hohen Geburtsfeste Sr. Königlichen Hoheit des Erbprinzen Friederichs etc etc : in dem grössern academischen Hörsaal in der Versammlung der hiesigen litterarischen Societät erneuert von W.E. Christiani

nach auf sein Schwerdt lehnte, folgende denkwürdige Anrede an den König: "Verwirf, sprach er, Vater, die Urheber des Geschwatzes, das dich durch Lügen tauscht, und verachte die Erdichtung der falschen Beschuldigung. Ich fodere keinen Titel, der deine Gerechtsame beeinträchtigen kann. Meine einheimischen Unterthanen nennen mich nicht König, sondern Herrn. Zwar meine Wenden erweisen mir vorzügliche Ehre, doch ohne deine Vorrechte zu kranken. Meine Feinde suchen mir das Leben, und dir einen treuen, an deiner Seite fechtenden Streiter zu entreißen. Es sey, daß ich mich König nennen lasse. Hat denn nicht dein Sohn Magnus eben diesen Titel von den Gothen erhalten? Wenn mir also das Glück bey den Wenden eben so günstig wäre, würde es dir denn nicht vielmehr angenehm, als gehaßig sehn müssen, wenn zwey Könige, dein Sohn und dein Neske dir gehorchen? Wird nicht dieses den Glanz deiner Krone erhöhen? Nichts habe ich mir Je mahls angelegentlicher empfolen seyn lassen, als für deine und des Vaterlandes Wohlfahrt zu wachen. Du weist es, welchen Erfolg mein Bestreben gehabt Hat. Dane-