W.E. Christiani Uddrag fra Das Andenken verdienstvoller Prinzen, welche die dänische Geschichte in merkwürdigen Beyspielen aufstellt, in einer Rede am ellften October als an dem hohen Geburtsfeste Sr. Königlichen Hoheit des Erbprinzen Friederichs etc etc : in dem grössern academischen Hörsaal in der Versammlung der hiesigen litterarischen Societät erneuert von W.E. Christiani

ren nordischen Völker noch nicht sehr entfernet. Sie verwandten ihre Rcichthümer nur auf Gastmahle und Gesellschaften. Ihre Sitten aber waren rauh. Der Fischfang, die Viehzucht und die Jagd waren ihre vornehmste Beschäftigung. Den Ackerbau vernachläßigten sie und noch mehr den Handel und die Ausschmückung der Städte. Man sähe keine Pracht in den Tempeln und Pallästen. Und die Klewung der Einwohner war schlecht, und bestand in Gewändern von Fellen und groben Tuche. Das Land der Sachsen war von den Zeiten Heinrichs des ersten und der Ottonen an, mit ansehnlichen Städten gezieret, und die Lebensart, nach dem Muster, das die Pracht des Hofes gab, veredelt oder doch verfeinert. Die Wenden hatten zeitig augefangen, Handlung und Gewerbe zu treiben, und mit dem Geist der Kaufmanschaft auch eine Art des Luxus begünstigt. Knut hatte an dem sächsischen Hofe diese feinern Sitten mit Beyfail wahrgenommen. Sie stimmten mit der Denkungsart seiner Wenden überein. Er glaubte daher seinem Vaterlande einen Dienst zu erweisen, wenn er ihre Aufnahme in demselben bewirkte. In