? Des unglüchlichen und gewesenen Grafen Struensee Erstes Verhör. Aus dem Dänischen des zu Copenhagen 1772 bey August Friderich Stein gedrucktes Exenplar übersetzt, und darauf erfolgte Gespräch mit sich selbst und den Kerkermeister, [...] Den 22sten Februar 1772.

Des

unglücklichen und gewesenen

Grafen Struensee

Erstes Verhör.

Aus dem Dänischen bey August Friderich Stein in Kopenhagen gedrucktes Exemplar ins deutsche überseßt, und

das darauf erfolgte

Gespräch

mit sich selbst und den Kerkermeister,

seine Reue, Gewissensangst, Bekehrung und letzter Wille.

Den 22sten Februar 1772.

Kopenhagen.

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Frage.

egen Friderich Skruenste woher hattet ihr Recht (3$ und Macht, ohne Befehl des Königs, unschuldige und brave Männer abzusctzen und von Hofe zu jagen, und Bedienungen zu vergeben? Wodurch ihr beynahe unserm Staat in ein Chaos verwandelt habt.

Äntwort. Meine Macht war von dem König, mein Recht war des Königs Hand und Siegel. Ich trieb nur die weg, die nicht nach meinen Sinn die behörigc Politik studirt hatten. Ucberdem nahm ich die ganze RegierungsLast auf meinen Schultern, und speisete in des Königs Brod

* % im

Das Verhör

des

Grafen Struensee.

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int Schweis meines Angesichts. — Doch darf ich wo! nicht längnen das ich der Sache zu viel that. — Aber ich muß fragen, warum ich diese Ketten und Baude trage, und das mau mich als cine Canaille trackirct, ich verlange Satisfaction und eine feycrliche Ehrenerklärung.

Fracke. Um eurer Tugend Willen sind euch dieselben zn Theil geworden. Bekennet, wo habt ihr den grossen Stein, Len prächtigen Juwecl, welcher ein Preis der Kostbarkeit in des Königs Krone war, wozu habt ihr den gebraucht? gestehet die Wahrheit, auf Befehl des Königs.

Antwort. Der grosse Stein ? — von selbigen weis ich ;

nichts, weis auch nichts von des Königs Steine und von welcher Krone die Rede scy. Ich gab nur acht auf die Perle und auf meine eigene Steine.

Frage..

. eiten abzur eiten astzus

Frage.. eiten abzur Wir ratheu euch, uns nicht mit Spitzfündigkeiten astzuspeisen, cs wird alles ausgeschrieben, und me Handlungen werden euch schlechter bekommen wie dem Hunde das Grasen. Wo ist des Königs Silberzeug und Service geblieben?

Antwort. Das Silberzeug kam auf die Münze des Königs — denn es war Geld nötig die Leute des Königs zu besolden und mich zu versorgen, denn ich war ja des Königs mit mehrere — ihr verstehet mol M... Spiel.

Frage. Vom wem bekam B. diesen Brief? für WM ist das Pulver, wovon hier die Meldung ist? und wer hat diesen Brief geschrieben?

Antwort. Ich bin kein Postbothe; fragt mir nicht darnach; B--s Briefe gehen mich nichts au, vielwenigcr selbige zu lesen. Solche Correspondence reimen sich nicht mit grast, und Staatsgeschäften. Ich kenne ebensowenig den Brief als die Person so selbigen geschrieben har. Wohl er-

nner

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innere ich mir das einmahl von den Pulver und de» Brief die Rede war, das B. gefügt hatte, ich hatte ein Pulver erhalten, welche einen süssen Schlummer würkten, und das man nach dem Genuß desselben , in wahrenden Stehen und Sprechen einschlieske. Der Henker weis wo es sich herschreibk. Ich läugne aber auch nicht, daß ich ihm davon uitterrichtete, das cs ein probates Mittel für die Jalousie -Plage wäre--das Geblüt stillet, lange Lage verkürzet, ja der Lauf der Seele kan davon ganz matt werden.

Frage. Dunkele Wörter helfen zu nichts; bekennet eure Fehler; den Flecken den ihr leider in des Königs Haus gemacht; die bösen Rathschlage die ihr den König gäbet, und zeigt uns euren verderblichen Plan ?

Antwort. Ich habe keinen Flecken gemacht; ich war rein als ich hierher kam; ich sähe auf des Königs Dinge, um die regieren zu können, und bestrebte mich des Königs Haus und die Völker des Reichs zu vermehren; die Thaier ansfülle» und die Grüfte ledig machen.

Frage. Aber habt ihr diesen Plan, der hier ist, nicht eher gesehen, als jetzt? Wer hat dieses geschrieben? Welcher mörderischer Geist hat solchen getrieben, dessen Gehirn dieses gesponnen hat? höret — er soll gelesen werden — erinnert euch —

Antwort. Haltet mich! ich werde übel zu Mnthe. — Nein — ich weiß nicht — wo soll ich hin — helft mir —

Hier ist euer Nahm und die Ordres.

Struensee (sagte) das hatte ich nicht gedacht, daß sie alle meine Briefe gefunden hatten! (laut) Ach!— Ach! mein Leben— ich sinke—.

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Graf Struensees Gespräch

mit sich selbst und den Kerkermeister und sein letzter Wille.

Struensee.

O! welche Aenderung muß ich anitzt Empfinden,

Wo ist das schöne Schloß, das ich vorhin besaß,

Im Kerker vest verwahrt, muß mich die Kette binden, Man schätzt mich kaum so gut, als wie ein todtcs As

Bin ich es, oder nicht? der Dännemark regieret, Großkanzler, Vormund und der erste Mitregent.

Bin ichs, den Samm't und Gold in schönen Kleidern zieret? Gefürchtet auf den Thron, den Scepter in die Hand?

Kan meine Großmuth mich nicht von den Jammer retten, Ist meine Herrlichkeit auf ewig nun vorbey?

Wo ist mein Sopha nun und die sehr weichen Betten, Mein Pelz, mein Equipag' und schöne Liberey?

Ich finde mein Servis nicht ans der Tafel sichen! Die Freyheit fehlet auch, so noch das ärgste ist. Ich muß die Wache stets um Tisch und Bette sehen, Dabey gehorsam seyn zu einer jeden Frist.

Wer ist doch schuld daran, daß es mit mir so stehet, Wem hab ich Leid gethan, der sich als Feind beweis'!? Dies Unglück ist sehr groß, so über mich ergehet,

Ich fürchte, daß es mich noch in den Abgrund reiß't.

Ich bin fast wie betäubt an Kräften und an Sinnen, Verstand, Sprach und Vernunft, die kenn ich fast nicht,

mehr,

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Dieweil die Hoheit ist auf einmal ganz von hinnen,

Ich bin ein Schandfleck jetzt, beraubet aller Ehr.

Za, wenn ich mir anitzt noch was erinnern könnte,

Daß ich an diesen Fall Tönt selber schuldig levn,

Und daß man mich mit Recht des Unglücks Meister nennet Dies aber geht nicht an; die Unschuld saget: Nein!

Und dennoch muß ich mich zum Richter führen lassen,

Man fragt bald dies, bald das, so mir ganz unbekannt.

Wie froh bin ich, daß ich mich dabey weiß zu fassen,

Mein gut Gewissen spricht mich frey von aller Schau-.

Ich Hab als Patriot mich jederzeit bezeuget,

Der Dannemarkens Wohl recht treu beherzigt hat.

Wer meinen Willen that, dem war ich auch genriget,

Und half ihm wiederum in allem, was er bat.

Könnt es den frommen Job wol jemals schlechter gehen Sein Elend war zwar groß, doch gleicht es meinem nicht.

Nh weiß nicht, obs an dem, es soll ja irgend stehen,

Man saget, daß es sey ein biblisches Gedicht.

S

Der Kerkermeister.

chwcig Spötter, schweig! so sprach der Kerkermeister, Du glaubest keinen GOtt und sein hochheilig Wort.

Dem Teufel dientest du und seine böse Geister,

Drum wirst du auch gequält von nun an fort und fort.

Willt du dich Unschuldsvoll mit Hiob noch vergleichen,

Die fremden Federn weg, was soll der falsche Putz.

Des Mannes Unschuld fand fast nimmer seines Gleichen, Er war der frömmste Mann im ganzen Lande Uz.

Gott

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Gott selber mußte ihm das beste Zeugnis; geben,

Da er zu,» Saran sprach: Wo ist Hiob, mein Knecht ?

Er dienet mir getreu und führt ein frommes Leben,

Ohn' daß ihm jemand gleicht, Gottsfürchtig, schlecht

und recht.

Dahcrt war er auch im Stande, das zu leiden,

Was Gottes weiser Schluß ihm bloß zur Prüfung that.

Sein Elend aber ward verkehrt in lauter Freuden,

Weil er Vertrauens voll zu GOtt um Hülfe bat.

So geht es, wenn man sich ganz eigen GOtt ergießet,

Es weichet Quaal und Angst in einem Augenblick.

Wer GOtt zum Freunde hat, und ihn aufrichtig liebet, Der findet HAf und Trost in seinem Ungelück.

Willt du dich selber noch in deiner Bosheit stärken,

Und ohne Reu und Leid dich wälzen in den Koch,

,Nicht sehn des Teufels Rank in allen seinen Werken,

So nährst du ewig dich mit Jammer, Angst und Noch.

Meine wirst du GOtt sein bald zu Fusse fallen

Mit Demuth, Reu und Schaam ohn Heuchellist und !

Schein, !

So wird darauf ein Trost in deinem Herzen schallen, Bußfertig fromme Seel, erduld' und komm herein.

Daun sieht der Himmel dir so gut wie allen offen,

Die hier in dieser Welt die größsien Sünder sind,

And nach rechtschafner Buß auf Gottes Gnade hoffen,

Der sich als Vater zeigt und nennet dich sein Kind.

Struensee.

erlaube mir, mein Freund! ein einzig Wort zu spreche^ Ich hör ersiaunungsvoll, was du mir jetzt gep gr.

Mein

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Mein Hee; im Leib will mir fast für Angst zerbreche»} Dieweil mich eben itzt mein bös Gewissen plagt.

Du hast mich stark gerührt, ich fühle mich getroffen!

Es lebt fürwahr kein Mensch, der mich so elend macht?

Ich bin an allein schuld, was ich noch Hab zu hoffen,

Ich selber habe mich in dieses Unglück bracht-

Ich habe meinen GOtt recht freventlich verlassen,

Und sein hochheilig Wort aufs schändlichste veracht't-

Dem Teufel folgte ich beständig ohne Maaffen,

Ich schwur ihm Eid und Pflicht bey Tag sowol als Nacht-

Drauf nahm er Sitz und Stimm in inein Herz und Gemüthe, Er blies den Hoffartsgcisi tief in mein böses Herz,

Dabcy verschmähte ich des Vaters Rath und Güte,

Und mit Vermahnungen trieb ich beständig Scherz.

Wann er mit Gottes Wort mich zu bekehren suchte,

Sv lachte ich dazu, und folgte meinem Sinn.

Was Wunder, daß mich oft mein alter Vater fluchte, Woraus denn endlich ward, was ich geworden bin.

So bald nun Gottes Hand und Geist von mir geschieden, So fiel ich täglich mehr in neue Sünd und Schand.

Der Teufel half mir auch fast jeden Anschlag schmieden,

Der mir selbst schädlich war, so wie das ganze Land:

Min erstes Meisterstück, so ich als Leibarzt inachte,,

, Das war das Schändlichste, so nur ein Mensch gesehn.

Indem ich ungestört auf solche Mittel dachte,

Daß selbst die Majestät allmählig sollt' vergehn.

Es war mir nicht genug, ein weisses Band zu haben,

Das mir des Königs Hand aus lauter Gnade gab.

D! nein ich wollte mich mit etwas Bess'rcs laben,

Der blaue Orden sollt' den weissen lösen ab.

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IO

Des besten Königs Her; war mir gar sehr geneigrt,

So daß er mich crhub bis in den Grafcnstand,

Das war mir viel zu klein, wie es sich auch gezeiget,

Ich wollt' als König selbst regieren Stadt und Land-

Es mußt' auf mein Befehl fast alles zittern, beben,

Mein Wort des Königs Wort, so hieß es überall,

Drauf ließ ich offenbar den Huren Freyheit geben,

Und drohte trotziglich der Ehrbarkeit den Fall.

Ich dacht', du bist der Mann! laß deine Hoheit schauem Und führe Tempel auf, worin der Teufel thront,

So kaust du deiner Brunst ein ewig Denkmal bauen,

Ich glaubte keinen GOtt, der cs mit Rache lohnt.

Es war ein Tag bestimmt, da ich der Welt wollt zeigen Auf einmal, wer ich sey? nach meinem stolzen Sinn.

Die Anstalt war gemacht, des Volkes Wuth zu beugen. Allein ich stel vorher mit meinem Stolz dahin.

Der Kerkermeister.

Fe! wozu dienet es, daß du dies alles sagest.

^Es ist ja ohnehin so Stadt als Welt bekannt.

Bemühe dich vielmehr, daß du durch Reu erjagest,

Des grossen Gottes Güc, crgieb dich seiner Hand,

Wirf dich in Demuth hin, beweine deine Sunden,

, Ruf Gott inbrünstig an, und küsse seinen Sohn.

So wird der heilge Geist dich helfen Rettung finden,

Und bringen dein Gebet und Fleh» vor Gottes Thron.'

Cr tyttette

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Struensee.

A ch! ich verfluchter Mensch , wo soll ich Rettung finde». Es ist mein Sünden-Maas nur gar abscheulich schwer, Wo lebt ein Mann für mich, der mich kan frey entbinde», Daß mich nicht schaden kan des Satans Geister-Heer.

Ich bin für GOtt verdammt, dey Menschen gar verfluchet/ Ein ganzes Königreich schreyt Rache wider michIch habe dursriglich den größten Fall gcsuchct.

So daß ein jeder gern von meiner Seite wich.

Verflucht möcht seyn der Tag, an welchen ich geboren.

Verflucht mein böses Her; und jede Lasterthat.

Verflucht sey meine Hand und meine beyden Ohren, Verflucht sey jedermann, der mich geholfen hat.

Ihr Berge, hebet euch und stürzet auf mich nieder,

Ihr Hügel, dienet mir zu einem sichern Schutz.

Ach Erde! öfne-dich, mach mich zur Erden wieder,

So werde ich befreyt von Satans List und Trutz.

Ach! daß kein Donner strahl will meinen Leib zerschmettern. So war ich gänzlich los von der Gewissensangst.

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Der Kerkermeister.

erzweifeln hilft hier nichts, drum höre auf zu wettern, Bereue deine Sünd', auf daß du Gnad erlangst.

Das beste Mittel ist, zu GOtt in Aengstcn schreyen,

Drum wirf dich glaubensvoll in seines Sohnes Schoos. Thu nur rechtschafne Buß, und laß die Sünd dich reuen, So richtet er dich auf, und spricht dich, Sünder, los.

fruen

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Struensee.

Os sir bratt f o Gott! mein ganz inbrünstig FlehenF Das ich aus wahrer Reu im Glauben für dich bring.,

Ach! laß mich deine Gnad und dein Erbarmen sehen. Damit dem Satan nichts mit seine Macht geling.

Du bist ja Allmachtsvoll und Vater meiner Vater,

Erhör mein Angstgeschrey in dieser Jammerhöl.

Vergib mir meine Schuld, dein Sühn fey mein Vertreters Sieh bloß auf sein Verdienst, errette »reine Seel.

Stärk du die Majestät mit deiner Hüls von oben,

Mach alles wieder gut, was ich verstümmelt Hab.

So wird ganz Dannemark als ihren Arzt dich loben Und preisen dankbarlich für dein Geschenk und Gab. j

Gib du den Rächen ein, mein Urtheil abznfassen,

Es sey auch noch so hart, ich leide willigW.

NG! daß ist) nur einmal hier kan mein Leben lassen,

Es ist fast keine Pein und Straf genug für mich.

Ach GO! schütz Dannemark hinfort kür böse Buben,

Die ihrem Souverain so schändlich untreu sind.

Komt ein Ahitophel, so stürz ihn in der Gruben,

Daß er mit Angst und Roth, wie ich, sein Ende find«

Laß deine Allmachtshand den alten Vater stützen,

Der mit den Seinigen gar sehr durch mich betrübt.

Ach, ein verdorrter Ast, könne seinem Stamm nicht nützen, Und dennoch weiß ich, daß sein Vaterherz mich liebt.

Verbirgt doch für ihn die nahe Todes-Stunde,

Die da, werweiß wie bald, mein Leben kürzet ab.

Ich weiß, er ruft zu dir mit Herzen und dem Munde. Mm den zu Gnaden an , dem ich das Leben gab.

Offa

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n

.... )! ich bin getrost, mein Glaube läßt mich hoffest Daß du so gnädig bist und nimst mich Sünder an.

Ich weiß , dein Waterhcr; und Ohr steht immer offen,

Für dem, der Neu und Leid für seine Sund gethan.

Mein Heiland, der für mich am Creuse ist gestorben.

Der hat mich frey gemacht von ew'ge Straf und Pein.'

Er hat um meine Seel durch seinen Todt geworben,

Nun sierb ich, wann ich soll, und schlaf mit Freuden ein.

Doch eh' die Todesangst mir wird die Sinne rauben,

So sey mein Testament vorhero noch gemacht.

Damit die Nachwelt zeug von meinen wahren Glauben * Der mich nach Reu und Leid die Seligkeit gebracht.

Ich glaube, daß ein GOtt und ein drcyeinig Wesen, ~

~ Das ewig ungetrennt in drey Personen bleibt.

Ich glaube Gottes Wort, darin ich Hab gelesen,

Daß alles Wahrheit sey, was Gottes Finger schreibt.

Ich glaube, daß Gott Sohn, mein Heiland, ist gestorben,' Für mich und aller Welt am hohen Kreuzesstamm,

Ich glaube, daß er uns die Seligkeit erworben,

Und daß für unsre Sünd erwürget sey das Lamm.

Ich glaub, der heilge Geist hat mich mit seinen Gabens Geheiligt und erkeuchl't in meiner grosse» Noch.

Ich glaube, daß ich werd die Auferstehung haben. e

Bey allen Hegen nach Marter, Angst und Todt.

Hierauf sey dir mein Gott und Vater übergeben,

Die cheur erkaufte Seel an meinem letzte» End.

Damit dieselbe sey verklärt in jenem Leben,

Von diesem Leib und Haut auf ewig ungetrennt.

Und wenn die Zeit erscheint, daß dieses wird geschehen,

So komt's, Wik Hiob sprach: daß Leib als Seel sich freut.

Ich

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FH und keia Fremder nicht, mein eigen Fleisch wird sehen Dich GOtt von Angesicht und deine Herrlichkeit.

D» mein geängster Leib, kehr du zur Erde wieder,

Wenn der verdiente Lohn aufs strengste dir crtheilt.

Schwerd y Feuer, Rad und Strick verwüstet meine Glieder Ich bin dies alles werth, dkum kommet unverweilt.

Verletzte Majestät, hör mein fußfällig Bitten,

Da ich zum letzten mal dich um Verzeihung fleh,

Ich bin mit Gott versöhnt, sein Sohn steht in der Mitten, Vergib! weil Gott vergibt, daß ich nicht untergeh.

Ich habe wider dich und dein Reich bös gehandelt, ~

~ Die Missethat ist groß, laß Gnad für Reche ergehn.

Jetzt ist die Reue da, weil ich so schlecht gewandelt. *

* Vergib! achHErt, verzeih, vergiß was schon gescheht«.

ehr Eltern, darf ich mich mit Bitten an euch wagen, "

" So seht, ich liege hier auf meines Herzens Knie.

Skr wißt es schon vorher, was ich euch Hab zu sagen, "

" Schaut den vrrlohrnen Sohn, der euch gehorchte nie.

Ich liege hier in Staub, in Ketten und in Banden,

Mein Herze bebet mir von wegen meiner Sind.

Verzeihet euren Sohn, das Unrecht und die Schandcn. Geschwister, Freunde, Feind, eilt und verzeiht geschwind.

Isis möglich daß ihr könnt, auf ewig den vergessen.

Den ihr, nächst Gott dem HErrn, das Leben habt geschenkt.

Dies ist auf keine Art den Eltern angemessen,

Unmöglich, daß ein Weib an ihren Sohn nicht denkt.

Nun sey mein Ordensband und Titul dem gegönnct,

Den selbst die Majestät der Hoheit würdig schätzt,

Und den fast jedermann für solchen Mann erkennet,

Dem Dannemarkens Wohl als eignes Wohl ergötzt.

Biden!

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