? Uddrag fra Des Grafen Struensee Schreiben an seine Mutter.

S Ju denkest nicht daran, unglückselige Mutter! was Dein bester theuerfter Sohn jetzt empfindet, jetzt, da mit allen ihren Schrecken die Ewigkeit sich ihm verstellet? Odervielmehr,Du hast nie daran gedacht, was Dein verzärtelter Sohn, wann er ein ganzes lastervolles Leben durchlebet hatte, an dem für chterlichen Ziele seines Daseyns empfinden würde?— Ich aber, ich muß nun alle Schrecken des Todes fühlen,die Deiner Eiybildungskraft hatten gegenwärtig seyn sollen /wenn Du das bist, was Du herssest, eine Christin. Warum entzogst Du mich den Züchtigungen meinesVaters, wann Er gerechte Ursachen dazu batte? Lehne Dich nicht der Glaube, zu dem Du Dich bekennest, daß der Mensch von Natur so boshaft wäre, daß er ohne Züchtigung nicht könnte rum Guten qelenket werden? Mißgöm nettst Du mir den Vorzug, der Tugendhafteste Deiner Söhne zu werden ? oder wolltest Du an