? Uddrag fra Von Copenhagen den 17ten Januar 1772. Nach dem Dänischen Original. Zwote, vermehrte und verbesserte Auflage.

ses Gewißen, und stellete sich, als wenn er hesti- ges Zahnweh hätte, und bath, man möchte doch nach sein ehemaliges Cabinet jemand hinsenden, sie würden allda vor dem Fenster in ein Papier liegend ein Zahnpulver vorfinden, solches möch- ten sie ihm doch holen laßen, um die Schmerzen zu stillen. Es wurde auch hingeschickt, und man fand es; der Etatsrath und Leibmedicus von Berger mußte es sogleich untersuchen, und befande, daß es ein starkes Gift war, daher ihm dieses so wenig, als ein ander Zahnpulver, gegeben wurde; darnach legte er es aufs Hungern, und wollte weder Speise noch Trank genießen. Ein Paar Tage ließen sie ihm seinen Willen, darnach kam Befehl, er sollte eßen und trinken, falls er nicht mit Gutem wollte, so sollten sie ihm so lange prü- geln, bis daß er Appetit kriegte. Ihm wird we- der Löffel, noch Meßer und Gabel in die Hand gegeben, die wachthabenden Soldaten schneiden ihm das Eßen zurecht, und bringens ihm in Mund. In diesem Zustande hat er einige Tage geseßen, da er denn anlobte, sich beßer aufzuführen, man möch- te doch vor ihm um Gnade bitten; so ist auch solches erhöret worden, und darauf an Händen und Füße creuxweise geschloßen, und eine an der Wand befestigte drey Ellen lange Kette an das Bein gelegt, und ihm ein Stück Bette gegeben, worauf er liegen kann. Ueberhaupt genommen, so ist er im Gefängniß, wo die ärgsten Mißethä- ter in auf bewahret werden, und trägt auch Kleidung wie ein Mißethäter, er trägt eine blaue