? Uddrag fra Zwey Briefe an den Verfasser des Klage-Briefes der Stad Bergen, an Sr. Majestet den König.

und ist deswegen bey einen solchen Wahn, natürlicher weise nicht immer jeder mehr darauf bedacht, seine Habseeligkeiten der Gewalt des Feuers zu entreißen, als dasselbe zu dämpfen? Dies ist der vierte Brand in diesem Jahr hundert, in Bergen, und so lange wir nicht anders bauen und unsere schöne Brand-Verordnung besser befolgen, können wir noch immer dergleichen Unglüke gewärtig seyn, ohne Mordbrenner zu haben. Die Vermuthungen welche sie gegen den Maurer beybringen, sind noch lange nicht hinlänglich, daraus herzuleiten, daß er der Mordbrenner sey, und haben sie noch wichtigere aber wahre, so müste man sich ja wundern, daß mann bis dato noch keine andere Maaßregeln genommen hat. Wie sie aus dem Umgang, den dieser Mann mit den teutschen Soldaten, und diese wieder mit andern Teutschen gehabt, herleiten wollen, daß diese ihm den Anschlag gegeben, und also mit ihm Mordbrenner sind, kann kein vernuftiger Mensch begreifen, Sie müsten es denn mit uns teutschen machen wollen, wie die tyrannische heydnische Käyser es mit den Christen machten, welche ihnen alles Unglük was Rom zustieß, zurechneten. Der Pöbel bestehet auch nicht größtentheils aus Teutschen sondern aus Leuten die vom Lande herein kommen, und auf eine oder die andere Art ihren Unterhalt