? Uddrag fra Zwey Briefe an den Verfasser des Klage-Briefes der Stad Bergen, an Sr. Majestet den König.

Mein Herr! Ich habe ihren Klage-Brief gelesen, und denselben auf alle weile kläglich ge- funden. Ein großer Theil ihrer hiesigen Leser hält sie für Boßhaft, ein anderer glaubt, daß sie sich aus belondern Absichten an gewissen Versohnen haben rächen wollen, nur allein die Liebhaber der Spinnstuben und Fabel-Historien halten es mit Ihnen und beklagen nur, daß dieses schöne Werk nicht in Versen verfaßet ist. Ich hege Mitleiden mit Ihnen, daß sie sich durch ihre niedrige Eigenliebe so weit haben verblenden laßen, die Welt mit einem so lügenhaften Gewäsch zu belästigen, und sich die Ungeheure Einbildung zu machen, unsere weise Regierung werde gleich alles für Wahrheiten annehnem, und ihre Verfügungen nach ihrem unzeitigen Project einrichten, so bald sie nur ihre Gedanken durch den Druk bekannt gemacht. Es wäre daher treylich nicht nöthig etwas über ihren Klagebrief zu schreiben; weil